Deutscher Buchpreis 2021 – Die Longlist

Deutscher Buchpreis 2021 – Die Longlist

Wer mir schon eine Weile folgt, weiß, dass ich den Deutschen Buchpreis schon sehr lange verfolge, viele Titel der jeweiligen Long- und Shortlists gelesen und teilweise auch besprochen habe. Ich freue mich über das Interesse an Literatur, in diesem Fall deutschsprachiger, das durch diesen Preis jedes Jahr angefacht wird, gerade auch was die Medienaufmerksamkeit betrifft. Und wenn natürlich auch nie der eine “beste” Roman erwählt werden kann, da es diesen bei der Divergenz der Lesevorlieben und -erwartungen gar nicht geben kann, habe ich persönlich doch in den letzten Jahren durch den Preis einige Bücher entdeckt, die mir sonst vielleicht verborgen geblieben wären. Umso mehr freue ich mich, dass ich in diesem Jahr als eine von zwanzig offiziellen Buchpreisblogger:innen dabei sein darf und ein zugelostes Patenbuch in den Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit rücken wird. Beiträge dazu werden hier in den nächsten Wochen bis zur Preisverleihung am 18. Oktober, bei der ich auch dabei sein werde, erscheinen. Weiterlesen „Deutscher Buchpreis 2021 – Die Longlist“

Deutscher Buchpreis 2005-2020 – Ein Rückblick

Manche von euch haben es vielleicht schon gesehen: Ich darf dieses Jahr als eine von 20 offiziellen Buchpreisblogger:innen den Preis begleiten und nehme das zum Anlass: hier ein kleiner Rückblick auf 16 Jahre Deutscher Buchpreis und die Gewinner der Jahre 2005-2020. Weiterlesen „Deutscher Buchpreis 2005-2020 – Ein Rückblick“

Common Ground – Literatur aus Südosteuropa

Literatur aus Südosteuropa ist für viele Leser*innen, unter anderem auch für mich, relatives Neuland. Eine Handvoll Autor*innen fallen einem da vielleicht ein, Ismail Kadare aus Albanien; der in Bosnien-Herzegowina geborene und in Serbien verstorbene Literaturnobelpreisträger Ivo Andrić oder Danilo Kiš. In jüngerer Zeit haben der Rumäne Mircea Cărtărescu,  Drago Jančar aus Slowenien oder Ivana Sajko aus Kroatien mit Veröffentlichungen in Deutschland auf sich aufmerksam gemacht. In meinem Bücherregal stehen noch Aleksandar Tišma, Jurica Pavičić und Miljenko Jergović, letzterer ein bosnischer Autor, der aber auf Kroatisch schreibt. 14 Länder, 10 Sprachen – das Projekt Common Ground möchte die Literatur aus Südosteuropa für deutsche Leser*innen zugänglicher machen. Weiterlesen „Common Ground – Literatur aus Südosteuropa“

Norwegische Literatur – Neuerscheinungen in Deutschland 2019 #2 – Norwegen Spezial 6

Im zweiten Teil meiner Vorstellung einiger Neuerscheinungen aus Norwegen, die anlässlich des Gastlandauftritts zur Frankfurter Buchmesse erscheinen, möchte ich die „jüngere“ Schriftstellergeneration (Jahrgang 1960+) in den Fokus stellen. In einigen Reaktionen, besonders auf Instagram, wurde auf den überproportionalen Männeranteil der veröffentlichten/vorgestellten Titel hingewiesen. Und ja, es stimmt. Hier sieht der Geschlechterproporz schon wieder besser aus. 😉 Weiterlesen „Norwegische Literatur – Neuerscheinungen in Deutschland 2019 #2 – Norwegen Spezial 6“

Norwegische Literatur – Neuerscheinungen in Deutschland 2019 #1 – Norwegen Spezial 5

Norwegische Literatur ist im Oktober 2019 zu Gast auf der Frankfurter Buchmesse, begleitend erscheinen überdurchschnittlich viele Neuerscheinungen in Deutschland. Das reicht von der Klassiker-Neuauflage bis zu ganz neuen, jungen Stimmen. Ich möchte euch in zwei Teilen auf einige der interessantesten Titel aufmerksam machen. Weiterlesen „Norwegische Literatur – Neuerscheinungen in Deutschland 2019 #1 – Norwegen Spezial 5“

Veranstaltungen zum Gastland Norwegen auf der Frankfurter Buchmesse – Norwegen Spezial 4

Vom 16. bis 20. Oktober 2019 dreht sich in Frankfurt alles um das geschriebene Wort. Ein Schwerpunkt liegt wie jedes Jahr auf dem Gastland, dieses Jahr ist das Norwegen. Organisiert von NORLA (Norwegian Literature Abroad) und finanziert vom norwegischen Kulturministerium und vom norwegischen Außenministerium gefördert, finden während der Buchmesse, bereits aber auch im Vorfeld zahlreiche Veranstaltungen zum Gastland Norwegen statt. Neben einem engagierten Literaturprogramm bringt Norwegen auch ein interessantes Kulturprogramm mit nach Deutschland, zum Teil im Rahmen der THE ARTS+ oder an anderen Orten auf der Buchmesse, daneben aber auch im Rahmen des Bookfests, der Open Books Reihe oder in den Museen in und um Frankfurt. Eine ganz subjektive Auswahl möchte ich schon heute präsentieren.

Zur Einstimmung eröffnen bereits vor Messebeginn einige Austellungen. Weiterlesen „Veranstaltungen zum Gastland Norwegen auf der Frankfurter Buchmesse – Norwegen Spezial 4“

Der Norwegische Buchmarkt und die Literaturförderung – Norwegen Spezial 3

Norwegen ist Buch- und Literaturland. Der Norwegische Buchmarkt ist vielfältig, die Literaturförderung einzigartig.

Laut einer Umfrage lesen 88% der Bevölkerung mindestens ein Buch pro Jahr, 38% geben an, mindesten 10 Bücher pro Jahr zu lesen. (Laut eine Umfrage der Stiftung Lesen von 2018 gaben 25% der Deutschen an „nie“ zu lesen)

Der durchschnittliche Norweger liest beachtliche 17 Bücher im Jahr. (Der Deutsche kommt je nach Quelle auf 9 bis 12 gelesene Bücher).

Bei einer Bevölkerung von 5,2 Millionen und ca. 560 Buchhandlungen kommt eines dieser Ladengeschäfte auf 9000 Einwohner (auch hier der Vergleich: in Deutschland „teilen“ sich 14.000 Einwohner eine Buchhandlung. Man darf aber annehmen, dass die Wege in Norwegen länger sind ;)) Weiterlesen „Der Norwegische Buchmarkt und die Literaturförderung – Norwegen Spezial 3“

Norwegische Literatur – Tradition und Moderne, Autorinnen und Autoren – Norwegen Spezial 2

Als Nationalliteratur hat die Norwegische Literatur eine gar nicht so lange Tradition. Die Ursprünge liegen im Urnordischen und Altnordischen, gemeinsame Anfänge der skandinavischen Sprachen. So ist auch die (Snorre)-Edda  die älteste zuzuordnende Dichtung, auch wenn sie gemeinhin eher Island zugeschrieben wird.

Durch die lange dänische Kolonisierung von 1380 bis 1814 wurde die alte norwegische Schriftsprache mehr und mehr vom Dänischen verdrängt, während sich die regional gesprochenen Dialekte durch die Unwegsamkeit des von hohen Bergen und Fjorden durchzogenen Landes kaum vermischten. Weiterlesen „Norwegische Literatur – Tradition und Moderne, Autorinnen und Autoren – Norwegen Spezial 2“

Frankfurter Buchmesse Spezial – Gastland Norwegen

Die Frankfurter Buchmesse nähert sich in großen Schritten. Vom 16. bis 20. Oktober dreht sich am Main wieder alles um das Buch. Gastland 2019 ist Norwegen.

Seit 1976 gibt es auf der Buchmesse Schwerpunktthemen. Zunächst standen alle zwei Jahre neben bestimmten Sachthemen, wie etwa Kind und Buch, auch unterschiedliche geografische Regionen, wie Lateinamerika, Schwarzafrika oder Indien im Zentrum der Messe. Seit 1988 ist jedes Jahr ein Land zu Gast. Indien, Brasilien, Flandern/die Niederlande und Frankreich waren es bereits zwei Mal. Das Gastland veranstaltet ein kulturelles Rahmenprogramm mit Lesungen, Literaturförderung, Preisverleihungen, Ausstellungen und Konzerten in und um Frankfurt und gestaltet jeweils einen eigenen Pavillon zu seiner Geschichte, Kultur und Literatur auf dem Messegelände. Weiterlesen „Frankfurter Buchmesse Spezial – Gastland Norwegen“

Madres y abuelas de Plaza Mayo

Ich möchte hier auf meinem Blog abseits der aktuellen Rezensionen und Literaturerfahrungen hin und wieder, aus gegebenem Anlass oder aber weil mir ein Buch gerade des Erinnerns wert erscheint, auch ältere Rezensionen von mir versammeln, die vor meiner Bloggerzeit entstanden sind. Der heutige Anlass, der mir die Idee dazu gab, ist der 40. Jahrestag des 30. April 1977, jenem Tag, an dem sich zum ersten Mal besorgte Mütter und Großmütter auf der Plaza de Mayo, gegenüber dem Präsidentenpalast in Buenos Aires, versammelten – die Madres y abuelas de Plaza Mayo. Weiterlesen „Madres y abuelas de Plaza Mayo“