Zora del Buono – Die Marschallin

Zora del Buono schreibt über Zora Del Buono. Dabei ist die Groß- bzw. Kleinschreibung in der Mitte des Namens von Bedeutung. Denn die Großmutter Zora Del Buono, deren Lebensgeschichte die Schweizer Autorin des gleichen Namens vor ihrem Lesepublikum ausbreitet, die titelgebende „Marschallin“, ist überzeugte Kommunistin und jeder Adelsdünkel ihr, zumindest offiziell, ein Gräuel.

Nach einem kurzen Prolog beginnt der Roman 1919 in einem kleinen Dorf im Nordwesten Sloweniens, Bovec. Hier am Grenzfluss Isonzo ((italienisch), Soča (slowenisch), Sontig (deutsch), Lusinç (friaulisch) – je nach aktuellem Besatzer), fand die letzte von insgesamt zwölf Isonzoschlachten im Ersten Weltkrieg statt. Dank Einsatz von Giftgas konnten die Österreicher mit Unterstützung der Deutschen die Italienischen Truppen zurückdrängen. Die Schlachten forderten Hunderttausende an Toten und formten dieses Grenzgebiet nachhaltig. Weiterlesen “Zora del Buono – Die Marschallin”

Monika Helfer- Die Bagage

Es beginnt fast wie ein Märchen: am Ende eines finsteren Tals im tiefen Bregenzerwald lebte einmal eine wunderschöne Frau. Diese Frau lebte mit ihrem feschen Mann in großer Armut auf kargem Grund. Die beiden hatten vier Kinder und waren trotz einiger Not eigentlich ganz zufrieden und glücklich. Sie lebten abseits vom Dorf und die Dorfbewohner, besonders die Frauen neideten ihnen ihr Glück und der Frau ihre Schönheit. Da der Mann aber stattlich, stark und fleißig war, ließen sie sie in Ruhe. Dann kam der Große Krieg und der Mann musste fort. Davon erzählt Monika Helfer in ihrem schmalen, aber nachhaltigen Roman „Die Bagage“. Weiterlesen “Monika Helfer- Die Bagage”