Nino Haratischwili – Die Katze und der General

„Wie kommt der Krieg in den Menschen“, so könnte man sich an einem anderen Titel der Buchpreislonglist, der ansonsten nichts mit dem 760 Seiten starken Roman von Nino Haratischwili gemein hat und es zu meinem Bedauern auch nicht auf die Shortlist geschafft hat, bedienen, um das Hauptthema von „Die Katze und der General“ zu beschreiben.
Was macht der Krieg mit den Menschen, die ihn erleiden? Aber auch mit denen, die ihn führen? Was geschieht in den sogenannten „rechtsfreien Räumen“ mit den in ihnen Agierenden? Was bedeutet und wie geht man um mit Schuld? Und was ist Sühne? Kann es sie überhaupt geben? Und wie könnte sie aussehen? Weiterlesen „Nino Haratischwili – Die Katze und der General“

Davit Gabunia – Farben der Nacht

Die Frankfurter Buchmesse nähert sich in großen Schritten und mit ihr der Gastlandauftritt von Georgien. Nachdem im letzten Jahr mit Frankreich ein Land von großer Nähe zu Gast war – sowohl geografisch als auch in seinen Beziehungen zu Deutschland und in seiner Kultur -, gilt es 2018 ein vielen Lesern doch relativ unbekanntes Land zu entdecken. Zum Beispiel mit Die Farben der Nacht von Davit Gabunia.

Georgien, das abgesehen von einer kurzen Episode nach der Russischen Revolution allein im Mittelalter nationale Unabhängigkeit besaß, wechselnd von Byzanz, dem Römischen Reich und vor allem Russland beherrscht wurde, verfügt über ein eigenständiges Alphabet, das Mchedruli, und eine reiche literarische Tradition. Dennoch sind relativ wenige Autoren hierzulande bekannt, sieht man einmal von der in Deutschland lebenden und auf Deutsch schreibenden Nino Haratischwili ab. Da gibt es noch viel zu entdecken. Weiterlesen „Davit Gabunia – Farben der Nacht“