Virginie Despentes – Das Leben des Vernon Subutex 1 und 2

Er nennt sich Vernon Subutex – nach jenem starken Schmerzmittel, das auch zur Behandlung von Drogenentzugserscheinungen oder – missbräuchlich – als Ersatzdroge verwendet wird, und das in Frankreich, wo es deutlich leichter zu beziehen ist, jeder kennt. Drogen spielen auch im Roman von Virginie Despentes um „Das Leben des Vernon Subutex“ eine große Rolle. Und kaum eine Besprechung des Romans kommt ohne eine ausgiebige Beschreibung des außergewöhnlichen Vorlebens seiner Autorin daher.

Mit 17 wurde Despentes als Tramperin brutal vergewaltigt, war Mitglied einer Punkband, arbeitete als Schallplattenverkäuferin und zeitweise als Prostituierte und war einst unterwegs in jener Subkultur, aus der auch zahlreiche ihrer Romanfiguren stammen. Bereits mit ihrem Debütroman „Baise-moi“, der 1993 erschien, war sie sehr erfolgreich, aber auch skandalumwittert: Die Gewalt- und Sexorgie, die als Rachefantasie an Männern und Gesellschaft gelesen werden kann, löste viele Diskussionen aus, ihre Verfilmung 2000 durch die Autorin selbst, durfte in Frankreich nur in expliziten Pornokinos gezeigt werden. Weiterlesen „Virginie Despentes – Das Leben des Vernon Subutex 1 und 2“