Deniz Utlu – Gegen Morgen

Besitzt das Leben einen abnehmenden Grenznutzen? Das ist eine der Fragen, die sich der Protagonist in  „Gegen Morgen“, dem neuen Roman von Deniz Utlu, stellt.

„Existiert ein Punkt im Leben, an dem ein betrachtetes Individuum das Leben satt hat, weil zusätzliche Lebenseinheiten kaum mehr einen zusätzlichen Nutzen bringen?“

Eigentlich soll Kara, 32, studierter Volkswirt in Berlin, für eine Versicherungsgesellschaft die „erwartbaren Kosten eines Lebens“ berechnen. Gedacht, um Versicherungssummen besser kalkulieren zu können, trifft diese Aufgabe Kara gerade an einem heiklen Punkt seines eigenen Lebens. Er scheint in einer existentiellen Sinnkrise zu stecken, viele wichtige Fragen, die sich in diesem Alter verstärkt stellen, die nach der Familienplanung, die nach der beruflichen Zukunft oder auch nur die des zukünftigen Wohnorts, scheinen für Kara in der Schwebe zu hängen. Weiterlesen „Deniz Utlu – Gegen Morgen“