Marina Frenk – ewig her und gar nicht wahr

Die 1986 geborene Marina Frenk hat mit „ewig her und gar nicht wahr“ einen bemerkenswerten Debütroman über Entwurzelung, Suche und Selbstvergewisserung geschrieben.

Basis ist die bildende Künstlerin Kira Libermann, Altersgenossin und sicher in einigen Bereichen Alter Ego der Autorin. Beide sind in der damaligen Sowjetrepublik Moldawien geboren und als Kind 1993 mit den Eltern nach Deutschland emigriert. Weiterlesen “Marina Frenk – ewig her und gar nicht wahr”

Shida Bazyar – Nachts ist es leise in Teheran

„Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar auf einem Buchblog zu bewerben, heißt natürlich, Eulen nach Athen tragen.

Das Buch wurde auf vielen Blogs sehr positiv aufgenommen, besprochen und vorgestellt und schließlich erhielt die junge, 1988 in Hermeskeil geborene Autorin mit iranischen Wurzeln den 2016 zum ersten Mal vergebenen Bloggerpreis „Das Debüt“. Aber auch in den Printmedien wurde der Roman sehr gut besprochen und erhielt einiges an Aufmerksamkeit, im November erhielt sie den Ulla-Hahn-Autorenpreis.

Um es kurz zu machen: Das Lob ist meiner Ansicht nach sehr begründet. Shida Bazyar legt ein Werk mit spannendem, aktuellem Thema, einer sehr gut konstruierten Geschichte und großem sprachlichen Können vor. Weiterlesen “Shida Bazyar – Nachts ist es leise in Teheran”

Kim Thúy – Die vielen Namen der Liebe

Kim Thúy schreibt mit  Die vielen Namen der Liebe erneut einen bezaubernden autofiktionalen Roman.

Schon früh wurde der kleinen Vi beigebracht, unsichtbar zu sein. Nicht nur, weil es in den Siebziger Jahren in Vietnam gefährlich sein konnte, aufzufallen. Nach Beendigung des Vietnamkrieges und dem Sieg des kommunistischen Nordteils des Landes, wurden unzählige Menschen, vor allem Intellektuelle, aber auch solche, die mit der vorherigen Regierung oder Amerikanern zusammengearbeitet hatten, verhaftet, verschleppt, hingerichtet. Ganzen Familien drohten Gefängnis oder oder die Inhaftierung in Umerziehungslagern. Weiterlesen “Kim Thúy – Die vielen Namen der Liebe”

Imbolo Mbue – Das geträumte Land

Imbolo Mbue – Das geträumte Land

Imbolo Mbue - Das geträumte Land

„The one book Donald Trump should read right now!“

Abgesehen davon, dass wir mittlerweile wissen, dass Donald Trump anders als sein Vorgänger im Amt des amerikanischen Präsidenten nicht liest, ja sogar den Geruch von Büchern nicht ausstehen kann, bestenfalls seinen Schreibtisch damit zupflastert, mutet die Empfehlung, die die Washington Post im August letzten Jahres, also lange bevor Trump gewählt wurde, lange bevor irgendjemand auch nur ernsthaft befürchtet hätte, er könnte tatsächlich gewählt werden, mutet diese Leseempfehlung für Imbolo Mbues „Behold the dreamers“ ihrerseits wie ein Traum an. Weiterlesen “Imbolo Mbue – Das geträumte Land”