Robert Prosser – Das geplünderte Nest

Ein Tiroler Bergdorf und die Millionenstadt Beirut, ein einarmiger Berliner Maler und ein junger libanesischer Graffiti-Künstler, ein in den Winterschlaf versinkender österreichischer Ferienort und die pulsierende Kunstszene in einem von Krisen und Gewalt geschüttelten Land, die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs und die Wirtschafts- und Finanzkrise im Libanon – der Tiroler Schriftsteller Robert Prosser verwebt dies alles kunstvoll, fesselnd und sprachmächtig zu seinem Roman Das geplünderte Nest. Weiterlesen „Robert Prosser – Das geplünderte Nest“

Pierre Jarawan – Frau im Mond

Mit Frau im Mond, dem neuen Roman von Pierre Jarawan, öffnet man die Geschichte der armenisch-libanesisch-kanadischen Familie el Shami und mit ihr eine wahre Wundertüte an Erzählungen, Themen, Figuren, in der die Orientierung zu behalten zunächst einmal gar nicht so leicht fällt. Das ist dem Autor bewusst und auch so gewollt, wird die Geschichte im Roman doch einmal mit einer guten Baklava verglichen: viele Zutaten, viele Schichten. Noch anschaulicher wird das Erzählprinzip meiner Meinung nach aber, wenn man es mit einem der beschriebenen Themen vergleicht: der armenischen Teppichknüpfkunst. Wie dort werden auch hier immer wieder neue Fäden eingewebt, die entstehenden Muster wird man erst im weiteren Verlauf richtig erkennen können, aber am Ende ergeben Motive und Symbole ein stimmiges, komplettes Bild.

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