Françoise Frenkel – Nichts um sein Haupt zu betten

Françoise Frenkel – Nichts, um sein Haupt zu betten

Françoise Frenkel - Nichts um sein Haupt zu betten

„Aber, Madame, Sie scheinen mir das politische Klima im gegenwärtigen Deutschland nicht zu kennen!“

rief der französische Generalkonsul, die Arme zum Himmel erhoben aus, als ihm Françoise Frenkel ihren Plan, im Jahr 1921 in Berlin eine französische Buchhandlung zu eröffnen unterbreitete. Der Erste Weltkrieg war noch nicht lange beendet, es war die Rede von der „Schmach von Versailles“, die Dolchstoßlegende kursierte und rechte Kräfte rotteten sich bereits zusammen. Die Stimmung in der Stadt und ganz Deutschland war alles andere als frankophil.

„Man wird Ihnen den Laden zertrümmern!“

prophezeite der obige Herr. Weiterlesen „Françoise Frenkel – Nichts um sein Haupt zu betten“

Sylvie Schenk – Schnell, dein Leben

Sylvie Schenk – Schnell, dein Leben

Sylvie Schenk - Schnell dein Leben

„Deine Kindheit ist eine kaum verblasste Musik. Man kann die Noten hintereinander staccato anklopfen oder jeder Zeit lassen, sich zu einer gebundenen Melodie auszudehnen.“

Sylvie Schenk macht in ihrem autobiografisch geprägten Roman eher ersteres: in 34 kurzen Kapiteln mit ebenso kurzen prägnanten Überschriften (Mädchen, Die Moral, Die Natur etc.) bei gerade mal 160 Seiten komprimiert sie ein Leben in eindringliche Szenen. Und dennoch gelingt ihr zugleich zweites, denn die kleinen Mosaiksplitter, die sie aus dem Leben Louises erzählt, ergeben insgesamt ein zwar verdichtetes, aber eben auch rundes Bild auf ein Leben und eine bestimmte Epoche unserer Geschichte. Weiterlesen „Sylvie Schenk – Schnell, dein Leben“

Delphine de Vigan – Nach einer wahren Geschichte

Delphine de Vigan – Nach einer wahren Geschichte

Delphine de Vigan - Nach einer wahren Geschichte

Delphine de Vigan treibt ein listiges Spiel mit dem Leser.

Sie erzählt „Nach einer wahren Geschichte“ und erzählt darin von der Schriftstellerin Delphine, die nach dem überwältigenden und auch überraschenden Erfolg ihres vorherigen, autobiografischen Buchs, das vom Selbstmord der psychisch kranken Mutter erzählt, in eine tiefe Krise gerutscht ist. Eine Schreibblockade, ja geradezu Ekel vor dem Schreiben treibt sie um. Sie steht am Beginn einer Depression, wird immer wieder von Selbstzweifeln geplagt. Weiterlesen „Delphine de Vigan – Nach einer wahren Geschichte“