In diesem Jahr sind die Philippinen Gastland bei der Frankfurter Buchmesse. Wie bei jedem Gastland werden zu diesem Anlass außergewöhnlich viele Übersetzungen ins Deutsch präsentiert. So auch zum ersten Mal ein Buch der Nationalpreisträgerin Katrina Tuvera, Die Kollaborateure. Darin erzählt die Autorin über die stark postkolonial geprägte Geschichte ihres Landes anhand einer Familie. Mehr als 300 Jahre unter spanischer Herrschaft, amerikanische Kolonie bis 1946, brutale Besatzung durch Japan im Zweite Weltkrieg – die Philippinen standen seit dem 16. Jahrhundert durchgehend unter Fremdherrschaft. Und rutschten nach der Unabhängigkeit 1946 von einer starken Abhängigkeit von den USA in die zunehmend diktatorische Herrschaft von Ferdinand Marcos und seinem Clan. Der durchschnittliche Lesende wird eher wenig Kenntnis über die philippinische Geschichte haben. Da ist das sachkundige Nachwort von Annette Hug sehr hilfreich. Ein bisschen Recherche im Internet kann auch nicht schaden. Weiterlesen „Katrina Tuvera – Die Kollaborateure – Kurz vorgestellt“
