Karin Zipse – Moosland – Kurz vorgestellt

1949 warb der isländische Bauernverband junge, unverheiratete Frauen aus Deutschland an, um für mindestens ein Jahr auf einem der dortigen Höfe zu arbeiten. Es gab auf Island einen Frauen- und Arbeitskräftemangel auf dem Land, da viele junge Frauen nach dem Krieg in die Stadt zogen oder mit einem der stationierten GIs in die USA gingen. Fast 200 Deutsche folgten dem Aufruf. Das vom Krieg zerstörte Land, fehlende Männer oder, wie bei der Protagonistin im Roman Moosland von Karin Zipse, ausgelöschte Familien boten wohl wenige Zukunftsperspektiven. Armut und Hunger taten das Übrige. Weiterlesen „Karin Zipse – Moosland – Kurz vorgestellt“

Joachim B. Schmidt – Kalmann

Raufarhöfn ganz im Nordosten von Island, 17 km bis zum Polarkreis, Durchschnittstemperatur im Juli knapp 11° C bei rund 4 Sonnenstunden, 173 Einwohner, seit den 1960er Jahren im Niedergang begriffen, als der Hering, die Haupteinnahmequelle, ausblieb und strikte Fangquoten der Überfischung Herr werden sollten. Dieses Raufarhöfn gibt es tatsächlich. Eine Einöde. Inwieweit sich die Bewohner mit den Menschen im dort spielenden Roman Kalmann von Joachim B Schmidt identifizieren können, wäre interessant zu wissen. Irgendwie sympathisch, aber auch sehr eigen und teilweise extrem schrullig werden sie beschrieben. Weiterlesen „Joachim B. Schmidt – Kalmann“