Abbas Khider – Der letzte Sommer der Tauben

Noah ist 14 und hat ein großes Hobby: seine Tauben. Er lebt in einer nicht näher gekennzeichneten Stadt im (vermutlich) Irak, wo die Taubenzucht eine lange Tradition hat und eigentlich zum kulturellen Erbe gehört. Für Noah und seinen Onkel Ali, der in der Nähe wohnt, verkörpern die Tauben viele Dinge, und Abbas Khider nutzt sie in seinem Roman Der letzte Sommer der Tauben als Symbol für sie: Freiheit, Schönheit, Harmonie und Treue. Wenn die Tauben von den Dächern der Häuser aufsteigen und im Himmel ihre Kreise ziehen, immer wieder zu ihren Taubenschlägen und dem „Lockvogel“ zurückkehren, ist das für den Jungen Trost und Ruhe. Weiterlesen „Abbas Khider – Der letzte Sommer der Tauben“

David Grossman – Was Nina wusste

Was für eine Geschichte erzählt uns der israelische Schriftsteller David Grossman da in seinem neuen Roman „Was Nina wusste“! Welch einen weiten Bogen spannt er da vom Kibbuz im gegenwärtigen Israel über die nordkroatische Kleinstadt Čakovec vor und während des Zweiten Weltkriegs zur kargen Felseninsel Goli Otok im adriatischen Meer. Dabei macht er noch Stippvisiten an den Polarkreis ins norwegische Tromsø und den Big Apple New York und spannt dazwischen die dramatische, leidenschaftliche Geschichte dreier Frauen – Großmutter, Mutter und Tochter. Weiterlesen „David Grossman – Was Nina wusste“

Madres y abuelas de Plaza Mayo

Ich möchte hier auf meinem Blog abseits der aktuellen Rezensionen und Literaturerfahrungen hin und wieder, aus gegebenem Anlass oder aber weil mir ein Buch gerade des Erinnerns wert erscheint, auch ältere Rezensionen von mir versammeln, die vor meiner Bloggerzeit entstanden sind. Der heutige Anlass, der mir die Idee dazu gab, ist der 40. Jahrestag des 30. April 1977, jenem Tag, an dem sich zum ersten Mal besorgte Mütter und Großmütter auf der Plaza de Mayo, gegenüber dem Präsidentenpalast in Buenos Aires, versammelten – die Madres y abuelas de Plaza Mayo. Weiterlesen „Madres y abuelas de Plaza Mayo“