Franziska Hauser – Am Ende der Kleinigkeiten

Autofiktionale Romane sind ja im Trend. Wobei sich immer die Frage stellt, ob nicht in jedem Roman etwas von der Autorin, dem Autor enthalten ist, selbst wenn er im 13. Jahrhundert spielen mag. Wenn dann biografische Details von Protagonist:in und Autor:in übereinstimmen, gehen die Spekulationen los. Wieviel vom im Text Erzählten beruht auf eigenem Erleben? Da geht dann leicht die Trennung von Autor:in und Text bzw. Protagonist:in vergessen. Was vielen Romanen gar nicht gut tut. Und die meisten Autor:innen nervt. Franziska Hauser geht mit diesem Umstand in Bezug auf ihr neues Buch Am Ende der Kleinigkeiten recht entspannt um. Es ist klar, dass viel von ihrer Kindheit und einiges von ihrer Mutter in der Geschichte steckt. Und doch hofft man als Leserin, dass möglichst viel davon erfunden oder zumindest sehr zugespitzt ist. Denn was die Ich-Erzählerin Irma da so erlebt und wie besonders die Mutter mit ihr umgeht, ist schon harter Tobak. Weiterlesen „Franziska Hauser – Am Ende der Kleinigkeiten“

Thomas Hettche – Herzfaden

„Der Herzfaden lässt uns glauben, sie sei lebendig, denn er ist am Herzen der Zuschauer festgemacht.“ So zitiert Thomas Hettche den Gründer der Augsburger Puppenkiste, Walter Oehmichen, in seinem Roman Herzfaden, der die Geschichte des berühmten Marionettentheaters mit der Familiengeschichte der Oehmichens und einer Mentalitätsgeschichte der jungen BRD verbindet. Weiterlesen „Thomas Hettche – Herzfaden“