Tania Blixen – Jenseits von Afrika – Erinnerungen einer faszinierenden Frau
„Ich weiß ein Lied von Afrika, dachte ich, von den Giraffen und vom afrikanischen Neumond, der auf dem Rücken liegt, von den Pflügen auf dem Acker und von den verschwitzten Gesichtern der Kaffeepflücker. Weiß Afrika auch ein Lied von mir? Zittert die Luft über der Steppe jemals in einer Farbe, die ich an mir hatte, spielen die Kinder ein Spiel, in dem mein Name vorkommt, wirft der Vollmond einen Schatten auf die kiesbestreute Einfahrt des Hauses, der dem meinen gleicht? Halten die Adler von Ngong nach mir Ausschau?“
Dieses Zitat aus Tania Blixen Erinnerungsroman Jenseits von Afrika ist fast genauso berühmt wie der wunderbare Anfangssatzs
„Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuß der Ngong-Berge.“
Beide spielen mit ihrem elegischen, sehnsuchtsvollen Ton eine große Rolle auch in der mit sieben Oscars ausgezeichneten Verfilmung von 1985 mit Meryl Streep, Robert Redford und Klaus Maria Brandauer, die allerdings nur teilweise auf dem 1936 veröffentlichten Buch beruht und sich auch einige Freiheiten in der Umsetzung erlaubte. Der Film ist reines Hollywood mit großartigen Landschaftaufnahmen, grandioser Musik, schönen Menschen und Fokus auf das, was das breite Publikum sehen möchte: große Gefühle. Die Zweckehe mit Baron von Blixen, das Scheitern der Farm und die Liebesbeziehung zu Denys Finch Hatton – das sind die zentralen Motive, um die der Film kreist. Afrika und die Afrikaner sind mehr oder weniger nur malerische Kulisse. Weiterlesen „Tania Blixen – Jenseits von Afrika“









