„Unter der Drachenwand“ – so betitelt Arno Geiger seinen neuen Roman – das klingt ein wenig bedrohlich, ein wenig mystisch und irreal, aber auch ein wenig nach Schutz und Sicherheit. Viel eindeutiger freundlich ist der harmlos klingende „Schafberg“ gleich nebenan. Oder aber auch der verträumt-beschaulich klingende „Mondsee“.
Ohne allzu viel Bedeutung in diese Ortsnamen, die eine bedeutende Rolle in Arno Geigers neuem Roman spielen, zu legen, passen sie ganz wunderbar zu der erzählten Geschichte. Ist es doch auch eine irgendwie irreale, nahezu fantastische Ruhepause, die dem jungen Veit Kolbe da inmitten des gnadenlos entfesselten Kriegsgeschehens des Jahres 1944 gegönnt wird. Und lauert doch dahinter immer das Bedrohliche, das Beängstigende, das Grauen. Weiterlesen „Arno Geiger – Unter der Drachenwand“ →