Wer kennt William James Sidis? Seit der Veröffentlichung des Debütromans „Das Genie“ von Klaus Cäsar Zehrer dürften das in Deutschland einige Menschen mehr sein. Ansonsten hinterlässt der Name hierzulande, anders als in Sidis Heimatland USA, meist ratloses Schulterzucken. Dabei zählt der 1898 in New York geborene Sidis mit einem Intelligentsquotienten von geschätzt unglaublichen 250 bis 300 zu den intelligentesten Menschen aller Zeiten. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit hat er sich damit aber nicht in die Wissenschaftsgeschichte und das kollektive Gedächtnis eingeschrieben. Sein Leben und Schicksal, auf das der Autor Zehrer hier aufmerksam macht, ist ein ganz unglaubliches. Weiterlesen „Klaus Cäsar Zehrer – Das Genie“
Lektüre Dezember 2017
Das neue Jahr ist schon wieder mehr als eine Woche alt, aber ich möchte doch noch meine Lektüre im Dezember 2017 nachreichen. Weiterlesen „Lektüre Dezember 2017“
Das Debüt 2017 – Bloggerpreis – Meine Entscheidung
Der von Dr. Bozena Anna Badura, Janine Hasse und Sarah Jäger geführte Blog „Das Debüt“ hat zum zweiten Mal einen Bloggerpreis ausgeschrieben. Über sechzig Romane wurden von den Verlagen eingereicht. Aus einer von „Das Debüt“ zusammengestellten Shortlist sollten 17 Blogger und Bloggerinnen ihre drei Favoriten auswählen und mit je fünf, drei bzw. einem Punkt versehen. Daraus geht dann der Titel mit den meisten Punkten als Sieger hervor. Das Debüt 2017 – Bloggerpreis – Meine Entscheidung
Eine spannende Aktion, an der ich gerne teilgenommen habe, besonders, da mir die Titel im vergangenen Jahr sehr gut gefallen hatten. Aber auch, weil solch eine Juryarbeit neu für mich und ich sehr neugierig auf die deutschen Debüts 2017 war. Auch auf einen Austausch über die gelesenen Bücher habe ich mich sehr gefreut. Weiterlesen „Das Debüt 2017 – Bloggerpreis – Meine Entscheidung“
Viet Thanh Nguyen – Der Sympathisant
Rezension zu Viet Thanh Nguyen – Der Sympathisant
Nahezu jeder kennt die Eröffnungsszene des amerikanischen Films „Apocalypse now“. Wenn nicht den Film, so doch zumindest das eindrückliche musikalische Intro „The end“ von den Doors. Rotorblätter schrappen, Helikopter vor Dschungellandschaft, Düsternis.
Nahezu jeder weiß etwas über den Vietnamkrieg, der doch in Vietnam selbst „Amerikanischer Krieg“ genannt wird. Es gibt unendlich viel Material über diese mörderische Auseinandersetzung, das Netz quillt über von Fotos, Videos, Berichten, Analysen. ( Wer sich dafür interessiert oder das Buch bereits gelesen hat, sollte mal hier nachschauen. Ich habe bei diesem Flickr Nutzer unglaublich eindrückliche Fotos gefunden, die oft tatsächlich bestimmte Szenen des Buches visualisieren. Sehr interessant!) Aber gleich auf welcher Seite des Konfliktes deren Urheber stehen, auf der amerikanisch-westlichen oder der kommunistischen des Vietcongs, immer ist es vor allem die US-amerikanische Perspektive, die bestimmt. Es sind die Traumata der GIs, die politischen Auseinandersetzungen im Westen, die dramatischen Evakuierungen, die abenteuerlichen Kriegsreporter, die im Mittelpunkt stehen. Die Vietnamesen selbst kommen meist lediglich lediglich als Opfer vor, als Leichen auf der Erde, als hilflos und verzweifelt Fliehende. Charakteristisch dafür ist das weltberühmte Foto des „Napalm-Mädchens“ Phan Thị Kim Phúc. Weiterlesen „Viet Thanh Nguyen – Der Sympathisant“
Lesejahr 2017 – Meine persönlichen Highlights
Das Jahr ist zu Ende. Es war ein gutes Lesejahr 2017 – hier die Highlights.
Ich habe 83 Bücher gelesen, ganz wenige gehört (viel weniger als in den Jahren zuvor) und nahezu alle hier vorgestellt. 125 Beiträge meldet WordPress, eine Zahl, die mich erstaunt. Weiterlesen „Lesejahr 2017 – Meine persönlichen Highlights“
Edward St. Aubyn – Dunbar und seine Töchter
Das Hogarth Shakespeare Projekt, jener Versuch, die Stücke des berühmten William Shakespeare durch renommierte zeitgenössische Autoren in die Gegenwart zu versetzen und damit ihre Zeitlosigkeit zu demonstrieren und gleichzeitig eine Würdigung dessen Werkes darzustellen, geht in Deutschland in eine neue Runde. Nach Jeannette Wintersons, Howard Jacobsons, Ann Tylers und Margaret Atwoods Beiträgen erscheint die Version von „King Lear“: Edward St Aubyn – „Dunbar und seine Töchter“. Weiterlesen „Edward St. Aubyn – Dunbar und seine Töchter“
Das Debüt 2017 – Bloggerpreis – Verlosung
Vier von fünf Büchern der Shortlist für den Bloggerpreis „Das Debüt“ sind gelesen und bis zum 7. Januar muss das Urteil der Jury, also auch das meinige abgegeben werden.
Wer meinen Blog ein wenig verfolgt, hat vielleicht mitbekommen, das einige der ausgewählten Bücher für mich eine Herausforderung waren. Umso glücklicher bin ich, nun meinen bisherigen Favoriten Christian Bangels „Oder Florida“ hier verlosen zu dürfen. Ein unterhaltsames, amüsantes Buch mit ernstem Kern. Mir hat es gut gefallen. Weiterlesen „Das Debüt 2017 – Bloggerpreis – Verlosung“
Alexander Gorkow – Hotel Laguna
„Tourismus“ ist mittlerweile ein fast schon negativ besetztes Wort, besonders wenn es mit dem Präfix „Massen“ daherkommt. Dabei war es nach dem Zweiten Weltkrieg die Erfüllung der großen Sehnsucht so vieler Deutschen, sich mit dem eigenen kleinen Auto oder, je nach Geldbeutel, mit dem Flugzeug, gen Süden zu bewegen, hin zur Sonne, zur Wärme, aber auch zu mehr Leichtigkeit und Lässigkeit im Umgang mit dem Leben. Fort von den Mühen und Sorgen des Wirtschaftswunders, raus aus dem „grauen Alltag“. Auch heute noch zählen, bei allen Veränderungen beim Reisen, die „schönsten Wochen des Jahres“ für viele Menschen zu den unverzichtbarsten Dingen im Leben. Diese Veränderungen sind ein Thema in„Hotel Laguna Meine Familie am Strand“ von Alexander Gorkow. Weiterlesen „Alexander Gorkow – Hotel Laguna“
Das Debüt 2017 – Bloggerpreis #5 – Christian Bangel – Oder Florida
Vielleicht Florida? Eine Option. Oder vielleicht mit Nadja nach Berlin? Auch möglich. Oder doch in Frankfurt an der Oder bleiben? Fragen, die Christian Bangel in Oder Florida von seinem Protagonisten stellen lässt.
Der Ich-Erzähler Matthias Freier hat das Abi in der Tasche, aber seine weitere Lebensplanung ist, vorsichtig ausgedrückt, noch recht offen. Wir schreiben das Jahr 1998, Freier gehört irgendwie zur linken Szene, hat mit seinem Kumpel Fliege die Stadtzeitung 0335 gegründet und schreibt gelegentlich Artikel für diese. Fliege ist Punker mit Irokesenschnitt und gleichzeitig ein ganz gewiefter Kopf. Nicht nur verdient er mit seiner Agentur, in der Freier eher wenig motiviert Flyer und Newsletter für die unterschiedlichsten Unternehmen verfasst, ganz gut Geld, nein, er hat auch einen politischen Plan: durch Masseneintritte von Gesinnungsgenossen und einen geeigneten Kandidaten will er den SPD-Ortsverein übernehmen und bei den kommenden Wahlen gegen den durch seine DDR-Vergangenheit in Schieflage geratenen bisherigen Bürgermeister siegen. Weiterlesen „Das Debüt 2017 – Bloggerpreis #5 – Christian Bangel – Oder Florida“
David Constantine – Wie es ist und war
David Constantine ist ein britischer Autor Jahrgang 1944, der dreißig Jahre in Oxford und Durham gelehrt, deutsche Klassiker ins Englische übersetzt und anschließend fast zehn Jahre eine Literaturzeitschrift herausgegeben hat. Daneben entstanden ein Roman und zahlreiche Gedichte und Kurzgeschichten, von denen eine sogar recht prominent mit Tom Courtenay and Charlotte Rampling verfilmt wurde („45 years“) Weiterlesen „David Constantine – Wie es ist und war“









