Fünf Tage Buchmesse Frankfurt 2017 – Mein Messebericht

Fünf Tage Buchmesse Frankfurt 2017:

Die diesjährige, nunmehr 69. Frankfurter Buchmesse ist vorgestern zu Ende gegangen. Sie schloss wieder mit einem leichten Plus bei den Besucherzahlen von 286.425. Über 7000 Aussteller aus 102 Ländern präsentierten ihre Bücher, über 4000 Veranstaltungen fanden statt, davon viele im Rahmen des Openbookprogramms auch außerhalb der Messe an verschiedenen Orten in der Stadt, ganz neu war das Bookfest, zahlreiche Parties  und – das ist mir noch in keinem Jahr derart aufgefallen – reges Leben in der City, das in der ein oder anderen Weise mit der Messe zu tun hatte. Weiterlesen „Fünf Tage Buchmesse Frankfurt 2017 – Mein Messebericht“

Frankfurter Buchmesse 2017 – Tag 3 und 4 – Ein Rückblick in Bildern

Die Frankfurter Buchmesse 2017 ist nun zu Ende. Fünf ereignisreiche, spannende, schöne, aber auch anstrengende Tage und nun bin ich wirklich sehr müde. Der Freitag war so voll mit Programm, dass abends keine Energie mehr für einen Überblick blieb, der Samstag klang privat erst sehr spät aus – Frankfurt ist schließlich nicht nur Buchmesse, sondern auch alte Heimat und meine Universitätsstadt. Weiterlesen „Frankfurter Buchmesse 2017 – Tag 3 und 4 – Ein Rückblick in Bildern“

Frankfurter Buchmesse 2017 – Tag 2 – Ein Rückblick in Bildern

Tag 2 der Frankfurter Buchmesse 2017 geht zu Ende. Nachdem ich gestern neben einigen Termin vor allem durch die Hallen getrieben bin, gab es heute hochkarätige Veranstaltungen. Ein wunderbarer Tag mit wunderbaren Autoren. Jetzt freue ich mich auf morgen, wo ich endlich auch mal ein paar Bloggertermine habe und vielleicht den ein oder anderen „Kollegen“ treffen werde. Aber nun erst einmal mein Rückblick in Bildern. Weiterlesen „Frankfurter Buchmesse 2017 – Tag 2 – Ein Rückblick in Bildern“

Frankfurter Buchmesse 2017 – Tag 1 – Ein Rückblick in Bildern

Tag 1 der Frankfurter Buchmesse 2017 voller buchiger Eindrücke und Erlebnisse geht zu Ende. So voll, dass es für das Schreiben eines Beitrags nicht mehr reicht. Ich möchte aber meine Fotos gerne hier teilen, heute und an den anderen Messetagen. Der Bericht folgt dann nach der Messe. Weiterlesen „Frankfurter Buchmesse 2017 – Tag 1 – Ein Rückblick in Bildern“

Richard Ford – Zwischen ihnen

Richard Ford war ein spätes Kind. Nicht mal so sehr, weil seine Eltern, für damalige Verhältnisse, mit 34 bzw. 40 Jahren ungewöhnlich alt für ein erstes Kind waren, sondern vor allem deswegen, weil sie bereits 15 Jahre verheiratet waren, bevor sich unverhofft, aber durchaus erwünscht, Nachwuchs einstellte. Richard Ford fühlte sich stets Zwischen ihnen.

Edna und Parker Carrol Ford stammten beide aus eher problematischen Familien und für beide war die frühe Heirat auch ein wenig Flucht aus dem ungeliebten Elternhaus. Ednas Mutter hat die Tochter bereits in frühen Jahren in eine Klosterschule geschickt, nachdem sie sich vom Vater getrennt hatte. Bei der neuen Beziehung zum schillernden Bennie Shelley wäre ihr die Tochter nur im Weg gewesen, ja diese musste sich sogar zeitweise als ihre Schwester ausgeben. Keine idealen Startvoraussetzungen für eine gelingende Mutter-Tochter-Beziehung. Aber auch Parkers Familie war belastet. Scheiternde Geschäfte trieben seinen Vater früh in den Selbstmord. Die besitzergreifende Mutter intrigierte zeitlebens gegen die Schwiegertochter. Weiterlesen „Richard Ford – Zwischen ihnen“

Gaёl Faye – Kleines Land

Es ist ein kleines Land, aus dem dieser Roman berichtet und aus dem der 1982 geborene Autor Gaёl Faye stammt. Es ist kleiner als Belgien, aber genauso dicht besiedelt. Es liegt im Landesinneren des östlichen Afrika, am Tanganjikasee, 46% seiner Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Neben Kirundi ist auch Französisch Amtssprache. Die Menschenrechtslage ist äußerst problematisch.

Burundi ist laut Welthunger-Index das ärmste Land der Erde.

Ich muss zugeben, dass ich bisher wenig über Burundi wusste. Weiterlesen „Gaёl Faye – Kleines Land“

Colson Whitehead – Underground Railroad

Nach Yaa Gyasis Roman „Heimkehren“ das zweite Buch der Saison, das sich mit der Thematik „Sklaverei“ beschäftigt, und ein unglaublich erfolgreiches Buch: sowohl der National Book Award 2016 als auch der Pulitzer Prize 2017 gingen an Colson Whitehead mit „Underground Railroad“. Die Jury des Man Booker Prizes gestattete ihm zumindest einen Platz auf der Longlist. Und (weniger spektakulär) auch auf meiner persönlichen Topliste des Jahres 2017 nimmt der Roman ganz sicher einen der obersten Plätze ein. Weiterlesen „Colson Whitehead – Underground Railroad“

Arundhati Roy – Das Ministerium des äußersten Glücks

„Romane sind Eintöpfe“, so betitelte die Süddeutsche Zeitung ein Interview mit Arundhati Roy vom Sommer dieses Jahres. Eine Aussage, der mancher Schriftstellerkollege und so mancher Kritiker und Leser sicher gerne vehement widersprechen möchte. Und so hat der lang erwartete Roman der Autorin, die 1997 mit ihrem Erstling „Der Gott der kleinen Dinge“ einen phänomenalen, weltweiten Erfolg hatte und den Booker Prize gewann, nicht nur positive Kritiken erhalten. „Gescheitert“, „ihrem Stoff nicht gewachsen“, am häufigsten „chaotisch“ waren einige der Urteile. Vielleicht keine Eintopfliebhaber, oder zumindest nicht in der Lage, die subtilen Geschmäcke der einzelnen Zutaten und ihren manchmal ungewohnten Zusammenklang zu genießen. Nicht nur in der Küche gibt es Freunde der Trennkost oder des Simple Food. Diese tun sich mit dem „Ministerium des äußersten Glücks“ wahrlich keinen Gefallen. Arundhati Roy packt allerhand Zutaten in ihren „Romaneintopf“ Das Ministerium des äußersten Glücks, würzt mit unzähligen Aromen und kreiert einen so poetischen wie politisch scharfen literarischen Hochgenuss. Weiterlesen „Arundhati Roy – Das Ministerium des äußersten Glücks“

Anna Kim – Fingerpflanzen

Es ist ein ganz eigenes Buch, das man mit dem neue Erzählungsband „Fingerpflanzen“ von Anna Kim in Händen hält. Zunächst fällt die besonders schöne Gestaltung auf. Englische Broschur mit einem sorgfältig, auch auf der Innenseite bedruckten Schutzumschlag. Farbiges, fein gemustertes Vorsatzpapier, hochwertiges Papier und eine durchgehende Bebilderung. Diese Bilder sind das nächste, das sofort ins Auge sticht. Sie stammen von dem norwegischen Künstler Kristian Evju, der in feinsten Graphitzeichnungen von fotographischer Präzision eine ganz eigene Stimmung zaubert. Die Illustrationen zeigen überwiegend Frauen bei ganz alltäglichen Verrichtungen und sind doch alles andere als realistisch. Durch kleine Beifügungen werden sie komplett verrückt, im wörtlichen Sinne. Durch eine leichte Verschiebung und/oder die Einarbeitung des stets gleichen grafischen Musters, rücken sie in eine höchst surreale, traumhafte Ebene. Weiterlesen „Anna Kim – Fingerpflanzen“

David Duchovny – Ein Papagei in Brooklyn

Ein Papagei in Brooklyn von David Duchovny stand nicht auf meiner Leseliste. Irgendwie hat es sich aber doch meine Aufmerksamkeit erschlichen. Eine gute Besprechung und Reizwörter, auf die ich meistens sofort anspringe: berührende Vater-Sohn-Geschichte, schwierige Beziehung, New York, Humor, was weiß ich, jedenfalls wollte ich dieses zweite Buch des Schauspielers David Duchovny (Akte X) gerne lesen.

Die Geschichte ist eine oft erzählte, aber auch immer wieder andere. Es ist die Geschichte von Vater und Sohn (oder auch Mutter und Tochter), die zeitlebens Schwierigkeiten miteinander hatten, nicht so recht wussten, wie mit dem jeweils anderen umzugehen, die aber natürlich dennoch eine starke Bindung verspüren, auch wenn sie schon jahrelang kaum noch Kontakt zueinander haben. Meist ist es ein herausragendes oder ungewöhnliches Ereignis, das zum Wiedersehen führt, oft ein Familienfest, gerne, wie hier, eine schwere Erkrankung. Weiterlesen „David Duchovny – Ein Papagei in Brooklyn“