Daniel Mellem – Die Erfindung des Countdown

Wer kennt Hermann Oberth? Ich muss zugeben, dass mir der 1894 in Hermannstadt/Siebenbürgen geborene und 1989 in Nürnberg gestorbene Physiker und „Raketenpionier“ bislang völlig unbekannt war. Daniel Mellem, seines Zeichens ebenfalls promovierter Physiker und Absolvent des Leipziger Literaturinstituts, widmet ihm seinen Debüt-Roman Die Erfindung des Countdown. Weiterlesen „Daniel Mellem – Die Erfindung des Countdown“

Das Debüt 2020 – Der Bloggerpreis für Literatur

Bereits zum vierten Mal darf ich Mitglied der Jury für Das Debüt 2020 sein – Der Bloggerpreis für Literatur, bei dem ein besonders bemerkenswerter Debütroman auszeichnet wird. Das freut mich sehr! Doch was ist der Debütpreis?

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Valentin Moritz – Kein Held

Der Badische Landwirtschafts-Verlag veröffentlicht neben der Bauern-Zeitung und dem jährlichen Bauern-Kalender nur eine Handvoll Bücher mit regionalem Bezug, ist mir also (nicht verwunderlich) bisher völlig unbekannt geblieben. Im Frühjahr 2020 erschien ein Roman, der zwar auch im Badischen verortet ist, aber doch weit über das rein Regionale hinausweist und eine schöne, liebevolle Generationengeschichte erzählt: Kein Held von Valentin Moritz.

Der 1987 im südbadischen Niederdrossenbach geborene Autor lebt schon seit langem in Berlin. In jungen Jahren galt es, so bald wie möglich raus aus dem Dorf zu kommen, raus aus der ländlichen Enge. Er studierte in Berlin Literaturwissenschaften und lebt seitdem dort. Der Kontakt zu seiner badischen Heimat riss dadurch aber nicht ab. Regelmäßig traf sich dort die Großfamilie rund um dem Großvater Josef Mutter, dessen neun Kinder, fast vierzig Enkel und mittlerweile auch Urenkel. Großmutter Erna starb bereits 1989, mitten in ihrem Bauerngarten. Auf dem Fest zu seinem 90. Geburtstag sprach Josef seinen schreibenden Enkel an. Er hätte da einige Geschichten, die noch erzählt werden müssten, nicht vergessen werden dürften. Und Valentin kenne sich da doch aus. Weiterlesen „Valentin Moritz – Kein Held“

Theres Essmann – Federico Temperini

Das Schöne am Bloggersein ist unter anderem, dass immer wieder einmal Bücher ins Haus flattern, die man ansonsten vielleicht übersehen hätte. Meist von kleineren Verlagen, die nicht so im Fokus der Aufmerksamkeit stehen – der der Medien, aber auch der eigenen. Bücher, die anderen Blogger*innen oder Leser*innen am Herz liegen und die sie einem deswegen an dasselbe legen möchten. Unlängst erreichte mich auf diesem Weg „Federico Temperini“ von Theres Essmann. Weiterlesen „Theres Essmann – Federico Temperini“

Miku Sophie Kühmel – Kintsugi

2019 war ein Erfolgsjahr für die Debütantin Miku Sophie Kühmel: für ihren Roman „Kintsugi“ erhielt sie den Förderpreis der Jürgen Ponto Stiftung, den Aspekte Literaturpreis und einen Platz auf der Shortlist des Deutschen Buchpreis. Was machte das Buch trotz recht verhaltener Kritiken im Literaturfeuilleton so attraktiv für die Juroren? Weiterlesen „Miku Sophie Kühmel – Kintsugi“

„Das Debüt“ – Bloggerpreis für Literatur 2019 – Meine Entscheidung

Bereits zum dritten Mal war ich dieses Jahr Mitglied der Bloggerjury für „Das Debüt“ – Bloggerpreis für Literatur 2019, der, der Name verrät es, ein besonders gelungenes Debütwerk deutscher Sprache auszeichnen möchte.

Wieder haben sich Bozena, Sarah und Janine vom Blog „Das Debüt“ wie jedes Jahr durch einen Stapel zum Preis eingereichter Debütromane (dieses Jahr stattliche 80) hindurchgelesen und und daraus eine Shortlist zusammengestellt, bestehend aus fünf Titeln. Wir Juryblogger haben also eine kleine, feine Auswahl, der wir uns dann in aller Ruhe widmen können.
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Das Debüt 2019 – Der Bloggerpreis für Literatur

Bereits zum dritten Mal darf ich Mitglied der Jury für Das Debüt 2019 – Der Bloggerpreis für Literatur, der einen besonders bemerkenswerten Debütroman auszeichnet, sein. Das freut mich sehr! Doch was ist der Debütpreis?

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Jovana Reisinger – Still halten – Das Debüt 2017 – Bloggerpreis #4

Der dritte von mir im Rahmen der Juryauswahl für den Bloggerpreis „Das Debüt“ gelesene Roman, „Still halten“ von Jovana Reisinger , war für mich eine Herausforderung, die ich angenommen, aber nur teilweise durchgehalten habe.

Nachdem gleich der erste Titel der Shortlist, Julia Webers „Immer ist alles schön“, so gar nicht meinen Vorstellungen von einem guten Buch entsprochen hat, ich ihn aber bis zum Ende gelesen habe, muss ich zugeben, bei „Still halten“ doch etliche Seiten quergelesen zu haben. Weiterlesen „Jovana Reisinger – Still halten – Das Debüt 2017 – Bloggerpreis #4“

Juliana Kálnay – Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens – Das Debüt 2017 – Bloggerpreis #3

Nachdem das erste Buch der Shortlist für den Bloggerpreis „Das Debüt“ mich doch weitgehend und umfassend enttäuscht hat (Julia Weber – Immer ist alles schön) bin ich ein wenig zögerlich an das zweite Buch herangegangen. Denn auch wenn eine Bloggerkollegin mir „Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens“ von Juliana Kálnay empfohlen hat, ist doch der Inhalt eigentlich so gar nicht meins. „Surreale und groteske Motive“, von einem „schillernden Fantasie-Universum“ ist da die Rede. Bekennende Anhängerin der realistischen und gern auch ein weniger artistischen Erzählweise, die ich bin, hat mich das ein wenig abgeschreckt.

Doch schon nach wenigen Seiten schwand mein Widerstand gegen das Buch fast ganz dahin. Weiterlesen „Juliana Kálnay – Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens – Das Debüt 2017 – Bloggerpreis #3“